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Fakultät für Ingenieurwissenschaften

Lehrstuhl für Mess- und Regeltechnik

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Ergebnispräsentation "inEDU" in Bayreuth

23.7.2026

Am 17. Juli 2026 haben wir die zentralen Ergebnisse unseres Ende September zu Ende gehenden Erasmus+-Projekts inEDU (Artificial Intelligence-Based Inclusive Higher Education; Fördernummer 2024-1-PL01-KA220-HED-000256427) vorgestellt. Die EU-Programmschiene KA220-HED fördert Kooperationspartnerschaften im Hochschulbereich, und unsere Partner sind die Päpstliche Johannes-Paul-II.-Universität Krakau in Polen, die TU Kaunas in Litauen und Florida Universitaria bei Valencia in Spanien. Die Koordination liegt bei unseren polnischen Partnern.

Das Projekt befasst sich mit der Barrierefreiheit der Hochschullehre für Studierende mit Behinderungen und besonderem Unterstützungsbedarf. Ziel ist es, die Zugänglichkeit zu Bildung zu erhöhen und durch den Einsatz moderner Lösungen auf Basis künstlicher Intelligenz (KI) eine inklusive Hochschullehre zu fördern. Darüber hinaus soll die gesamte Hochschulgemeinschaft – Lehrende, Verwaltungspersonal, Studierende sowie Bewerberinnen und Bewerber – mit dem Wissen und den praktischen Werkzeugen ausgestattet werden, um Studierende mit Behinderungen im akademischen Alltag zu unterstützen.

Was im Projekt entwickelt wurde

Die Entwicklung der Projektergebnisse basierte auf einer Diagnose realer Bedürfnisse. In einer ersten Phase wurde an den vier Partneruniversitäten eine Erhebung durchgeführt, um die Bildungsbedürfnisse von Studierenden mit Behinderungen, die von ihnen erlebten Barrieren, die bereits verfügbaren Unterstützungsformen und das Kompetenzniveau des Personals bei der Nutzung KI-basierter Werkzeuge zu ermitteln. Diese Befunde bildeten die Grundlage für die in den folgenden Phasen entwickelten Ressourcen. Alle Ergebnisse wurden in den Konsortialsprachen (Englisch, Polnisch, Litauisch, Spanisch und Deutsch) erstellt und vor ihrer finalen Vorstellung in Pilotphasen getestet und qualitätsgesichert.

Die vier Hauptergebnisse des Projekts, wie wir sie in unserer Veranstaltung an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften in Bayreuth vorgestellt haben, sind:

  • Ein Kompendium zur inklusiven Lehre – eine Referenzressource, die den theoretischen und rechtlichen Rahmen (einschließlich der EU-Rechtsvorschriften zur Barrierefreiheit), die Merkmale verschiedener Behinderungsarten (motorische, sensorische und psychische Behinderungen sowie Autismus-Spektrum-Störungen), die Barrieren und Bedürfnisse von Studierenden mit Behinderungen, die Unterstützungsformen im akademischen und administrativen Bereich sowie assistive und KI-basierte Technologien zusammenführt, ergänzt um die empirischen Befunde der Erhebung und Beispiele guter Praxis.
  • Ein Handbuch KI-basierter Lehrszenarien für Dozenten – 16 werkzeugbasierte Szenarien, in vier Blöcke nach Behinderungsart gegliedert. Jedes Szenario beschreibt das KI-Werkzeug, wie es die Studierenden unterstützt, sowie die Rolle der Dozenten und empfohlene pädagogische Modelle.
  • Ein KI-basiertes Trainingsprogramm zur inklusiven Lehre für Dozenten  – ein Trainerhandbuch, aufgebaut als Einführungsmodul (EU-Werte, der Rahmen für ethische KI, Universal Design for Learning, Selbstbewertung) gefolgt von vier thematischen Modulen, die jeweils Lernmaterial, einen praktischen Teil und Selbstbewertungsfragen kombinieren.
  • Ein KI-Lern-Toolkit – ein praktischer Leitfaden für Studierende, gegliedert in vier Module mit 16 Praxisbeispielen und einer visuellen Toolkit-Karte, der zeigt, wie KI-Werkzeuge in alltäglichen Studiensituationen eingesetzt werden können, etwa beim Zugriff auf Lernmaterialien, bei der Organisation des Studienalltags und bei der Teilnahme an Diskussionen. Parallel wurden Aspekte einer inklusiven Bildungspraxis in Hochschulmodule integriert.

Alle Projektergebnisse sind auf der Projektwebsite in den Sprachen Englisch, Polnisch, Litauisch, Spanisch und Deutsch kostenfrei zum Download verfügbar: https://ineduproject.eu/en/home/

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