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Fakultät für Ingenieurwissenschaften

Lehrstuhl für Mess- und Regeltechnik

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Weitere Forschungsgebiete

Die folgenden drei Projekte (SEDWU, INSPIRE und EduFlex) gehören zu den Kapazitätsaufbauprojekten im Hochschulbereich (CBHE – Capacity Building in Higher Education), welche von der EU in der Programmschiene Erasmus+ gefördert werden. In der Programmgeneration (Aufrufjahr) 2025 wurden fünf Konsortialanträge mit deutsch-ukrainischer Beteiligung bewilligt, darunter eben SEDWU, INSPIRE und EduFlex.
  • Skalierbarer digitaler Workflow an Universitäten zur Verbesserung von Effizienz, Autonomie und europäischer Integration
    Scalable Electronic Document Workflow for Universities: Enhancing Efficiency, Autonomy and European Integration (SEDWU)

Im Rahmen von SEDWU wird ein skalierbarer, adaptiver und sicherer Workflow entwickelt, der Zusammenarbeit, Wissensaustausch und institutionelle Modernisierung über Ländergrenzen hinweg befördern wird. Es sollen bürokratische Hindernisse beseitigt, Entscheidungsprozesse verbessert und die institutionelle Autonomie vergrößert werden, so dass ukrainische Hochschulen nach den besten Verfahren aus dem europäischen Hochschulraum (European Higher Education Area) agieren können. Durch enge Kooperation zwischen ukrainischen und EU-Partnern transferiert SEDWU Expertise zur digitalen Transformation, zu AI-getriebener Automatisierung und zum Schutz digital vernetzter Systeme (cybersecurity) an ukrainische Hochschulen und führt sie so an modernste Lösungen im Einklang mit europäischen Standards heran. SEDWU wird interuniversitäre Kooperationen ebenso erleichtern wie hybride und digitale Lehrformate und wird dadurch die Resilienz und Anpassungsfähigkeit insbesondere des ukrainischen Hochschulsystems erleichtern. Dabei liegt der Fokus nicht alleine auf technischen Hilfsmitteln, sondern auch auf der Weiterbildung von Dozenten und Verwaltungspersonal. Umfassende Trainingsprogramme, Workshops und der Austausch von Best-practice-Lösungen wird diesem Personenkreis die Kompetenzen vermitteln, die nötig sind, um digitale Workflows zu implementieren, zu betreiben und weiterzuentwickeln. Dies stellt sicher, dass das Projekt über seine Laufzeit hinaus (1.10.2025 – 30.9.2028) Wirkung enfaltet. Demselben Ziel dienen frei zugänglich gemachte Ressourcen, Informationsveranstaltungen und die Vernetzung mit verantwortlichen Stellen. SEDWU strebt nicht nur eine Modernisierung des Dokumentenmanagements an, sondern wird zu einer tieferen Integration der Ukraine in den europäischen Hochschulraum beitragen.

Zum Konsortium gehören insgesamt 12 Partner aus Deutschland, Litauen, Polen und der Ukraine. Die Konsortialführerschaft liegt bei der Ivan-Franko-Universität im ukrainischen Lemberg (Lwiw).

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  • Systemakkreditierung für nachhaltigen Fortschritt, Innovation und Exzellenz
    Institutional Accreditation for Sustainable Progress, Innovation and Excellence (INSPIRE)

Das Erasmus+-Projekt INSPIRE adressiert das Thema der Qualitätssicherung in der universitären Lehre. Der Fokus liegt auf der Weiterentwicklung und Anwendung moderner Ansätze zur Systemakkreditierung. Wir arbeiten an

  1. klaren Prozessen,
  2. transparenten Evaluationsrahmen und
  3. einer Kultur der stetigen Qualitätsverbesserung.

Dies it besonders wichtig für die Ukraine, in der das Bildungswesen eine fundamentale Transformation under herausfordernden Randbedingungen durchmacht. INSPIRE orientiert sich eng an europäischen Standards und Prozessen und stellt dadurch sicher, dass das ukrainische Hochschulwesen künftig vollständig kompatibel zum europäischen Hochulraum (European Higher Education Area) sein wird. Bei INSPIRE geht es um Vertrauen, Transparenz und langfristige Systementwicklung.

Zum Konsortium gehören insgesamt 16 Partner aus Deutschland, Norwegen, Polen und der Ukraine. Die Konsortialführerschaft liegt bei der TU Breslau in Polen.

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  • Transformation der Hochschullehre durch adaptive individuelle Lernpfade und kompetenzbasiertes interdisziplinäres Studium
    Transforming Higher Education through Adaptive Individual Academic Pathways and Competence-Based Interdisciplinary Learning (EduFlex)

Das Projekt EduFlex wird über das europäische Programm „Erasmus+" in der Förderschiene ERASMUS-EDU-2025-CBHE-STRAND-3 gefördert und läuft vom 1. Oktober 2025 bis zum 30. September 2029. Es zielt ab auf eine Modernisierung der Hochschullehre in der Ukraine durch ein skalierbares und digital unterstütztes System individualisierten und modularen Studiums. EduFlex nimmt eine studentenzentrierte Perspektive ein, wonach Studierende individuelle und interdisziplinäre Lernpfade im Einklang mit ihren Karrierezielen und den Erfordernissen des Arbeitsmarktes einschlagen können sollen. Durch die Integration von Mikro-Zertifikaten (micro-credentials), visuellen elektronischen Kompetenznachweisen (digital badges) und Mobilitätsmöglichkeiten fördert das Projekt ein modulares Studium, in dem Studierende ihre erworbenen Kompetenzen nahtlos über institutionelle und Ländergrenzen hinweg übertragen können. Das Projekt konzentriert sich auf Lernergebnisse und Kompetenzrahmen sowie auf die Einbeziehung nachgewiesener beruflicher Fähigkeiten in die Lehrpläne. EduFlex wird ukrainischen Hochschulen die Instrumente an die Hand geben, um den verschiedenen studentischen Bedürfnissen gerecht zu werden, insbesondere von Migranten, Behinderten und Kriegsveteranen, die eine Umschulung benötigen. Durch den Aufbau einer Zusammenarbeit mit europäischen Partnern wird das Projekt sicherstellen, dass internationale Standards und bewährte Verfahren (best practice) eingehalten werden. Das Projekt steht in vollem Einklang mit den Grundsätzen und Prioritäten des Europäischen Lernmodells, unterstützt den Wiederaufbau der Ukraine nach dem Krieg, fördert die digitale Transformation und steht im Einklang mit der „Global Gateway“-Strategie. Dadurch trägt es zur Entwicklung nachhaltiger, inklusiver und leistungsstarker Bildungssysteme sowie zur Integration der Ukraine in den europäischen Bildungsraum bei. Die entwickelten institutionellen Strategien und Rahmenbedingungen für individuelle Lernwege, interdiszisziplinäre Angebote und Mikro-Zertifikate werden von ukrainischen Universitäten außerhalb des Konsortiums genutzt werden und stärken dadurch den Hochschulbetrieb zusätzlich.

Zum Konsortium gehören insgesamt 12 Partner aus Deutschland, Italien, den Niederlanden und der Ukraine. Die Konsortialführerschaft liegt bei der Ivan-Franko-Universität im ukrainischen Lemberg (Lwiw).

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  • Unterstützung von Inklusion durch den Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) in der Hochschullehre
    Artificial Intelligence-Based Inclusive Higher Education (inEDU)

Das Projekt inEDU wird über das europäische Programm „Erasmus+ KA220 – Kooperationspartnerschaften in der Hochschullehre“ gefördert und läuft vom 1. Oktober 2024 bis zum 30. September 2026. Wir arbeiten dabei mit denselben Partnern zusammen wie schon beim Projekt AISS. Unser Ziel ist es diesmal, durch den Einsatz KI-basierter Werkzeuge Studierende mit Benachteiligungen zu unterstützen und ihnen so den Zugang zu Hochschulabschlüssen zu erleichtern. Es werden folgende Ergebnisse angestrebt:

  1. Verbesserung der Kompetenzen von Hochschulpersonal und von Studierenden im Hinblick auf Schaffung einer inklusiven akademischen Umgebung.
  2. Verbesserung der Fähigkeiten akademischer Lehrerinnen und Lehrer im Bereich KI-unterstützter inklusiver Lehre.
  3. Erleichterung des Zugangs von Studierenden mit Behinderung oder speziellem Unterstützungsbedarf zur akademischen Bildung.
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  • Erleichterung des Einsatzes künstlicher Intelligenz (KI) in der Hochschullehre
    Artificial Intelligence for Studies and Support in Higher Education (AISS)

Das Kooperationsprojekt AISS wird über das europäische Programm „Erasmus+ KA220 – Kooperationspartnerschaften in der Hochschullehre“ gefördert und läuft vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2025. Wir arbeiten darin mit Partnern aus Catarroja bei Valencia (Spanien), Kaunas (Litauen) und Krakau (Polen) an dem Ziel, die Verfügbarkeit digitaler Inhalte, Technologien und Praktiken zu erhöhen, indem ein Kompendium verschiedener Szenarien und unterstützender Technologien auf der Grundlage von KI-Lösungen entwickelt wird. Konkret strebt das Projektkonsortium Folgendes an:

  1. Verbesserung der Kompetenzen von Hochschullehrerinnen und -lehrern in Bezug auf globale Best Practices bei der Nutzung von KI.
  2. Entwicklung von Schulungsmodulen und verstärkte Nutzung von KI-Technologien in der Lehre durch die Entwicklung von virtuellen Assistenten für Lernmodule.
  3. Schaffung eines Rahmens und eines Toolkits für KI-Technologien zur breiteren und schnelleren Integration in die Hochschullehre.
  4. Verbesserung des Lernerfolgs von Studierenden bei Einsatz von Multimedia-Technologien durch die Integration KI-basierter Unterstützungssysteme (Chatbots).
  5. Erweiterung ausgewählter multimedialer Lehrpläne durch innovative KI-basierte Lösungen für die Lehre und Durchführung gezielter Pilotversuche.
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  • Neuartige piezoelektrische Dünnfilm-Materialien für Ultraschallanwendungen

Piezoelektrische Dünnfilm-Materialien sind entscheidend für Anwendungen (Sensorik, Signalverarbeitung, …), die auf akustischen Oberflächenwellen (SAW) basieren. Die hohe Präzision und Effizienz von SAW-Bauteilen machen sie zu unverzichtbaren Komponenten in der modernen Mikrosystemtechnik. Hierbei hängen die Effizienz und Leistungsfähigkeit von SAW-Bauteilen stark von den verwendeten piezoelektrischen Materialen ab.

Im Rahmen des Projekts soll ein neuartiges Material charakterisiert werden, welches schon bei Schichtdicken von 30 µm vielversprechende Eigenschaften aufweist. Hierzu wird die Ausbreitung von hochfrequenten Ultraschallwellen in solchen Schichten modelliert, um dann auf die Materialparameter zurückschließen zu können.

Messplatine

HF-Platine zur Messung der S-Parameter von Verzögerungsleitungen.


Verantwortlich für die Redaktion: Prof. Dr.-Ing. Gerhard Fischerauer

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